5 Replies to “Architektenwissen – 1 | Das Grundstück: Besuch bei der Gemeinde”

  1. Sehr Gut. Viele scheinen sehr blauäugig in den Hausbau/-kauf zu gehen. Wichtig finde ich auch die richtige anzeige der grenzzeichen.
    Ansonsten haben wir alles so gemacht wie beschrieben. Wir sind mit der einverständniserklärung des damaligen Besitzers zur bauakteneinsicht zur Stadt gegangen und sahen dort, dass alle bauten auf dem Grundstück genehmigt waren. Da rate ich auch immer den Nachbarn bei ihren umbauten im und am Haus eine Baugenehmigung einzuholen. Für einen selber ist es vielleicht nicht immer nötig, aber evtl. Irgendwann mal bei einem Verkauf des Hauses.und sei es nur für die erben…
    LG
    Nictom

    1. Das ist ja absolut vorbildlich! 😉
      Bei Um- und Anbauten etc. ist in vielen Fällen eine Baugenehmigung einzuholen – das ist gesetzlich geregelt und ganz unabhängig vom Verkauf/Erbe eines Grundstücks. Ohne Genehmigung kann in jedem Fall passieren, dass man zum Rückbau aufgefordert wird. Dann hat man ganz schön viel Kohle in den Sand gesetzt.
      Deshalb möchte ich gerne jedem ans Herz legen: wenn ihr etwas bauen wollt (z.B. auch Wintergarten, Terrasse, Balkon, Gartenhaus, Garage etc.), dann geht vorher kurz zur Gemeinde und fragt nach, ob das klar geht. Dauert i.d.R. nur eine Stunde und ihr seid auf der sicheren Seite!

  2. Ja. Mein Reden. Schon beängstigend, was aus dem Umfeld dann zurückkommt: -Nachbars Meinung: „Sie brauchen doch niemanden ins Haus zulassen, das Bauamt darf nicht einfach so hier rein. Somit kann ich auch drinnen Wände umsetzen wie ich will…“

    Schon spannend, wenn man dann irgendwann gefragt wird, wie man denn selber dem anderen Nachbarn einfach so ne Bretterwand vor die Tür setzen dürfe. Wenn man bei der Stadt arbeite, dürfe man ja alles.

    Ähm, nein, ich arbeite für eine andere Kommune und in einem Bereich, der mit dem eigentlichen Hausbau nichts zu tun hat. Und in die Materie, was ich gerade bauen möchte und darf, habe ich mich selber eingelesen und am Bauamt der zuständigen Kommune nachgefragt.

    -„Och, und wieso dürfen sie das so, wie sie das gemacht haben???“
    -„Häää, weils in der Landesbauordnung für unser Bundesland so erlaubt ist und die Gemeinde keine anderen Richtlinien diesbezüglich gemacht hat und es somit genehmigt wurde?“
    -„Und warum darf ich dann keine Terrassenüberdachung bauen vor meiner Eingangstür?
    Da sagen die mir, ich hätte schon 9m Grenzbebauung an einer Grenze. Geht denn sowas?“

    Hachja, schon spannend.
    Und ich weiß nicht wirklich, m.E. sollte einer der Nachbarn auch beim Bauamt eine Genehmigung einholen, wenn er sein Flachdach von einem Anbau mit einem anderen Dachaufbau versieht und die Entwässerung genau auf der gegenüberliegenden Seite vom Dach anbringt und eigentlich nur auf sein Grundstück tropfen lässt in der Hoffnung, das versickert schon.

    Also, ich finde, dass einige Menschen sehr unsinnig gerade beim Hausbau vorgehen und es nicht wirklich verstehen, wenn man selber etwas baut, was aber vorher genehmigt wurde. Da finde ich, steckt dann viel Mißgunst und Neid dahinter und aus solchen Dingen, kann dann schon etwas entstehen, was man selber niemals für möglich gehalten hätte und somit mit den entsprechenden Genehmigungen auf der richtigen Seite ist.

    fleißige Grüße
    Nictom

    1. Ja, da herrscht oftmals viel Unwissenheit, dabei würde ein kurzer Besuch im zuständigen Bauamt schon ziemlich viel helfen. Meinen Kollegen ist es auch tausend mal lieber, wenn jemand vorbei kommt und sie ihm alles notwendige einfach direkt vermitteln können, als dass man irgendwann gegen ein illegales Gartenhaus vorgehen muss. Ernsthaft: da haben auch die Bauaufsichtsbehörden eigentlich keinen Bock drauf!

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