Die Rosen wollen schlafen gehen – Wie du Rosen winterfest machst


5. Dezember 2017 / Sabrina

Mit dem Haus habe ich eine Reihe alter Rosen geerbt und muss zugeben: ich hatte Angst vor ihnen. Nicht, weil sie stacheln, sondern weil man so verdammt viel über Rosen und deren Pflege liest. Mir loderte im Kopf anspruchsvolle Pflanze, unzählige Arten und zig Krankheiten, die sie haben können. Und doch gehören sie irgendwie zum Haus. Sie waren ja sogar vor mir da. Also habe ich mich der Aufgabe gestellt Rosenbesitzer zu werden und sie zu pflegen und zu hegen. Dazu zählt auch die Schönheiten winterfest zu machen und so erzähle ich dir heute, welche Vorbereitungen ich hier treffe. In meinem Garten wachsen übrigens Beet-, Strauch- und Kletterrosen. Ich verzichte auf das Eintopfen und daher gedeihen alle in ihren Blumenbeeten im Gartenboden.

Staudenbeet Rosenbegleiter Cosmea Rittersporn Rose

Frostgefahr vs. Sonnenstrahlen.

Bei Minusgraden bestehen für meine Rosen zwei Gefahren, die ich tunlichst vermeiden möchte. Zum einen wäre es für die Blüte im nächsten Jahr nachteilig, wenn mir die Triebe aufgrund des Frosts und kalter Temperaturen schier erfrieren und zum Anderen könnten Sonneneinstrahlungen ihr Unwesen treiben. Meine Großmutter schwört sogar darauf, dass die Sonnenstrahlen des Winters fast noch schädlicher seien als der Frost an sich. Das Problem bestünde darin, dass sie die Rosen irritieren könnten oder gar die jüngen Trieben verbrennen. Die Rosen sollten deshalb gut geschützt in den ersten Frost starten.

So mache ich die Rosen winterfest

Ich schütze aus den oben genannten Gründen meine Rosen auf 2 Wegen. Ich gebe ihnen sozusagen eine warmen Mantel und ein paar Schühchen, damit sie die kalten Tage möglichst unbeschadet überstehen.

Erde und Laub anhäufeln

Damit die Wurzeln nicht erfrieren, häufel ich im Spätherbst rund um den Stamm der Rose Erde an. Von der Höhe her gebe ich etwa 10 bis 20 cm Erde hinzu. Manchmal lege ich sogar eine Schicht Laubblätter von den umliegenden Bäumen noch darauf. Ich nutze hier übrigens keine scharfe Komposterde, sondern die ganz normale Gartenerde, die ich mir von einer unauffälligen Stelle im Garten mopse. Im Frühjahr ziehe ich die Erde dann breit und entnehme gegebenenfalls wieder ein wenig davon.

rosen garten winter rosen überwintern (1)

 Mit Reisigzweigen einpacken

Manche Rosen im Garten kann man im Winter nur noch am Reisig erkennen. Ich lege ihn dann gerne drüber oder binde ihn am Stamm fest. Die Reisigzweige fallen bei mir durch den Herbstschnitt meist ohnehin ab und werden auf diese Weise direkt sinnvoll genutzt. Durch das Abdecken sorge ich nicht nur für zusätzlichen Frostschutz, sondern auch vor zu viel Sonneneinstrahlung. Ich möchte auf diese Weise vermeiden, dass die Rosen durch die scharfe Wintersonne irritiert werden.

rosen garten winter rosen überwintern (2)

Erst im Frühjahr zurückschneiden

Das Zurückschneiden der Rosen vertage ich immer auf das Frühjahr. Sollte es unumgänglich sein, schneide ich nicht mehr als 1/4 der Länge im Herbst zurück. Bei zu großen Rückschnitt riskiert man das Absterben der Pflanze durch Frost.

Wie findet man besonders robuste Rosen-Sorten?

Einen Tipp habe ich noch zum Abschluss: Rosen der Winterschutzklasse 3 sowie der höchsten Blattgesundheit gelten als besonders robust. Diese Sorten sind gerade für Einsteiger leichter zu händeln und stellen weniger Pflegeansprüche an ihren Besitzer. Glücklicherweise wächst der Vorrat an Rosen der Winterschutzklasse 3 von Jahr zu Jahr und ermöglichen somit kreative Entfaltung 😉

Wie stehts um deine Rosen? Machst du sie ebenfalls winterhart?

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Es grüßt dich Sabrina

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