selber bauen: Vista Reihenhaus


17. Januar 2016 / Sabrina

Selten kauft oder baut man mehrmals, was wiederum zur Folge hat, dass man natürlich in einer gewissen Weise einen Tunnelblick entwickelt. Gerade für uns als Hauskäufer ist es daher sehr interessant, wie andere Menschen mit der Thematik Eigenheim umgehen. Gerade das Bauen über Bauträger war für uns eine relativ unvorstellbare Sache. Umso interessanter ist der heutige Einblick darauf.

Es scheint nahezu egal zu sein, für was man sich nun entscheidet: bauen mit dem Architekten, bauen über den Bauträger, selber bauen, einen Neubau kaufen oder ein altes Häuschen erwerben: Höhen und Tiefen sind bei allen Varianten vorprogrammiert. Heute laden wir euch auf eine kleine Reise ein in Sachen „Vista Reihenhaus“ und haben Diana als Bauherrin ein paar Fragen gestellt. Gleich vorab möchten wir erwähnen, dass alle Interessierten ein ausführliches, unverblühmtes Bautagebuch unter: http://chaos-hausbau.blogspot.de/ finden können und Diana dort sicher gerne Rede und Antwort steht.

Nun aber zum Interview!

Frage 1: selber bauen oder kaufen? Warum hast du dich ausgerechnet für das eine entschieden?Nach gefühlten 200 Besichtigungen bestehender Immobilien blieben uns lediglich 2 Häuser nachhaltig in Erinnerung. Bei dem einen handelte es sich um eine Bestandsimmobilie im Nachbarort, bei dem anderen um ein Musterhaus unseres jetzigen Bauträgers. Bei beiden Häusern hatte ich, wenn ich die Augen schloss, eine genaue Vorstellung davon, wie es aussehen könnte, wenn ich darin wohnen würde.Die Bestandsimmobilie fiel dann leider aus der engeren Auswahl aufgrund des Ortes. Hätte ich sie nehmen, auf einen LKW laden und in unseren Heimatort bringen können, dann wäre die Wahl wohl auf sie gefallen. So aber kam unser Bauträger zum Zuge.Frage 2: Wie lange hat es vom ersten „Spatenstich“ gedauert bis zu ersten Nacht im eigenen Heim?Vom ersten Spatenstich bis zur ersten Nacht im Eigenheim hat es gerade mal 8 Monate gedauert. Unsere Bodenplatte wurde am 11. August 2014 gegossen und am 17. Dezember 2014 war die Schlüsselübergabe. Am 29. Dezember konnten wir einziehen. Viel nervenaufreibender war jedoch die Zeit VOR dem ersten Spatenstich, denn wir bekundeten unser Interesse im April 2013, reservierten fest im August 2013, unterzeichneten im November 2013 den Notarvertrag und dann passierte …nichts!Warum dauerte es so lange dazwischen?Unsere Stadtverwaltung hatte die Straßen im Baugebiet bereits fein säuberlich hergerichtet – verkehrsberuhigt. Kein einziger LKW oder Bagger war in der Lage, die Fläche des letzten Bauabschnitts anzufahren.haus bauenFrage 3: Was würdest du heute anders machen? Woran hattet ihr vielleicht gar nicht gedacht?Da wir bereits zuvor ein Haus besessen haben, wusste ich bereits, was in Punkto Kosten auf mich zukommt. Das erste Haus hatten wir zwar gebraucht gekauft und nicht neu gebaut, aber zumindest über die finanzielle Geschichte, wussten wir ausreichend Bescheid. Möbel haben wir gar keine mitgenommen, da wir beabsichtigten, uns komplett neu einzurichten. Die alten Sachen wurden hauptsächlich per Kleinanzeigen verkauft oder letztendlich auf dem Sperrmüll entsorgt. Vielleicht würde ich die Küche nicht ganz so früh verkaufen und abholen lassen, denn es ist schon ganz schön chaotisch, so ganz ohne Herd, Spüle, Kühlschrank, etc. mit einer vierköpfigen Familie über die Runden zu kommen. Ich glaube, wir haben noch nie so viel Plastikmüll produziert, wie in diesen 3 bzw 4 Monaten.Frage 4: Was würdest du hingegen immer wieder so machen? Welcher Tipp ist goldwert?Ich würde immer wieder so lange suchen, bis ich genau das Haus oder den Grundriss gefunden habe, von dem ich sagen kann: hier fühle ich mich wirklich zuhause! Das war nämlich mein Problem mit dem vorherigen Haus. Ich konnte renovieren, umbauen, neu einrichten, dekorieren etc. wie ich wollte. Ich habe mich dort nie wirklich zuhause gefühlt. Im neuen Haus fühle ich mich wirklich pudelwohl.Frage 5: Wie würdest du deinen Einrichtungsstil beschreiben?Hm … gute Frage. Minimalistisch? Modern? Schwer zu beschreiben. Ich finde Dekoartikel in anderen Wohnungen immer so wunderschön und urgemütlich. Bei mir finde ich sie als störende Staubfänger. Küche, Ess- und Wohnzimmer ist bei uns zum Beispiel ein Raum. Darin befindet sich eine Küche – ganz klar -, ein Esstisch mit 4 Stühlen, unser Sofa, ein winziger Tisch und ein Fernseher mit Phonoschrank. Einen Wohnzimmerschrank wollten wir nicht.haus mit bauträger bauenFrage 6: Was war dir beim Haus wichtig? großer Garten, viel Platz? ebenerdig?Mir war wirklich wichtig, das Zuhause-Gefühl zu verspüren. Das war die Voraussetzung Nummer 1. Unser Grundstück beträgt insgesamt nur 154 qm, inclusive Haus, Garten und Stellplatz. Also recht überschaubar. Das Haus hat 3 Ebenen – EG, OG, DG. Anfangs war es gar nicht so einfach den richtigen Dreh beim Putzen zu finden, da ich zuvor alles auf einer Ebene hatte. (Anmerkung: Das wollte ich nicht mehr, weil es von den Abgaben her teurer ist). Ich dachte immer: fängst du von oben an und putzt dich nach unten durch. Ging überhaupt nicht. Ich rannte ständig die Treppen rauf und runter und schaffte rein gar nichts. Nach ein paar Wochen war dann aber Routine drin *lach*. Trotz der 3 Ebenen können wir in dem Haus auch dann noch bleiben, wenn wir das Seniorenalter erreicht haben. Die geraden Betontreppen mit jeweils zwei Podesten lassen die Möglichkeit eines Treppenlifts zu. Der Garten ist im Gegensatz zu den vorherigen 450 qm winzig und zudem sehr pflegeleicht von uns gestaltet worden. Es gab also viele verschiedene Aspekte, auf dich wir versucht haben zu achten, bei der Entscheidung, welches Haus wir kaufen oder bauen werden.

Liebe Diana wir danken dir für deine Offenheit und die Möglichkeit einen Blick in deine Hauserfahrungen werfen zu dürfen. Wir freuen uns wieder einmal von dir zu lesen!

Wenn du auch Lust hast uns deine Erfahrungen zu schildern. Dann sende uns doch gerne eine Mail an info@hauslandgarten.de

Ralf & Sabrina

2 Replies to “selber bauen: Vista Reihenhaus”

  1. Also dem kann ich absolut nur zustimmen…das Wichtigste ist das „Zuhausegefühl“. Wir haben bei den Bestandsimmoblilien die in unserer Preisklasse lagen auch immer festgestellt, dass es immer etwas gab, für uns irgendwie nicht stimmig ist. Beim Neubau konnten wir dann so bauen wie wir wollen und auch an dem Ort den wir uns ausgesucht haben. Egal für was man sich jetzt entscheidet, das Gefühl muß passen und man muß sich sofort rundrum wohl fühlen. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.